GC Aesthetic Key

GC Aesthetic Key

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Wir alle brauchen hin und wieder einen Schlüssel. Sei es der Autoschlüssel, der Kreuzbartschlüssel, der Schlüssel des Erfolges oder, und um den geht es in diesem Beitrag, den Aesthetic Key. Die Firma GC hat zusammen mit Curaden zu dieser Vortragsreihe an der Universität Zürich eingeladen.

Die GC Gastgeber  Rui Barreiros und Ronald Dörfelinger flankieren den Moderator Thoma sowie die Referenten Dr. Alex Ioannidis,  ZT Giuseppe Voce, ZT Bertrand Thiévent und ZT Stefan Roozen
Die GC Gastgeber Rui Barreiros und Ronald Dörflinger flankieren den Moderator PD Dr. Daniel S. Thoma sowie die Referenten Dr. Alex Ioannidis, ZT Giuseppe Voce, ZT Bertrand Thiévent und ZT Stefan Roozen

Dieser Anlass führt uns thematisch von den Tiroler Alpen zur Grossmetropole in Japan, gestartet wird aber mit der Frage nach dem GC Aesthetic Key in Zürich.

Mock up ist Grundlage des Aesthetic Key bei Ioannidis / Voce

Und zwar mit einem Heimspiel des Oberarztes Dr. Alexis Ioannidis und dem Zahntechniker Giuseppe Voce. Die beiden haben sich 2013 an der Plattenstrasse kennengelernt, als Voce Cheftechniker an der Uni Zürich war. Seit dem arbeiten sie zusammen. Somit ist Teamwork auch der Schlüssel ihres Erfolges:

Aus unserer Sicht ist der „Aesthetic Key“ die Kommunikation zwischen Patient, Zahntechniker und Zahnarzt. Ein ideales Mittel für die Kommunikation ist somit das direkte oder indirekte Mock-up

Dr.med.dent Alexis Ioannidis
fallplanung mit mock up

Das Mock up ist ein zentrales Thema im Vortrag. Gezeigt wird der Fall eines jungen Patienten, mit Lücken in der Front. Mit einem direkten oder indirekten Mock up lässt sich ideal kommunizieren. Somit sieht der Patient wohin die Reise geht. Und der Behandler und Techniker erkennt, wie dieser Weg beschritten werden muss.

mock up im mund zeigt wohin reise geht

Einerseits können wir mit einem Mockup das Behandlungsziel simulieren, andererseits lassen sich aus der Diagnostik wichtige Rückschlüsse für die darauffolgende Therapie schliessen

ZT Giuseppe Voce, Oraldesign Turicum

Herausforderung

Die Herausforderung besteht in diesem Fall darin, zu diagnostizieren ob die Verbesserung rein prothetisch lösbar, oder ob eine kieferorthopädische Phase vorgeschaltet werden muss. Das Zürcher Team hat sich aufgrund der genauen Diagnostik entschieden, den prothetischen Weg zu gehen und sehr gezielt und minimal invasiv zu präparieren

Ausgangssituation Lücke in Front Zahn 12 für fliegerbrücke geeignet

Nach der digitalen Abformung fertigt Voce ein Alveolarmodell an. Die herausnehmbaren Stümpfe bringt er mittels Einkerbung wieder in die korrekte Position. Danach dubliert er die Stümpfe mit feuerfestem Material. So kann er hauchdünne Keramikveneers direkt auf dem Stumpf schichten. Wir Techniker nennen das die Königsklasse. Nun werden die Veneers einprobiert, bei Bedarf angepasst und dann definitiv zementiert.

Richtige Wahl des Zementes

Die Wahl des richtigen Zementes ist anspruchsvoll. Farben können mit dem Zement nur verändert, selten aber positiv korrigiert werden. Erst wenn die Veeners in situ sind, wird die Farbe für die weitere Arbeit, eine Klebebrücke zur Lückenschliessung im OK links bestimmt.

Klebebrücken im Frontzahnbereich stellen eine zuverlässige und voraussagbare Therapieoption dar. Aufgrund des jungen Patientenalters war eine Fliegerbrücke hier auch die einzige Option.

Dr. Alexis Ioannidis, Oberarzt Universität Zürich

Welches Material für Fliegerbrücken?

Klebebrücken, Marylandbrücken sollten immer 1-flügelig sein. Als Material eignen sich Lithium Disilikat oder Zirkon welches auch in diesem Fall verwendet wurde.

fliegerbrücke Front minimalinvasiv
Fliegerbrücke ZT Giuseppe Voce, Oraldesign Turicum

Ioannidis und Voce sind ein eingespieltes Dreamteam. Dank optimaler Diagnostik und Kommunikation arbeiten sie minimal invasiv. Zahn um Zahn werden die individuellen Bedürfnisse definiert. Somit wird ein maximal positives Ergebnis für den Patienten umgesetzt.

Referenten  GC Aesthetic Key voce und ionnnidis
Dreamteam ZT Giuseppe Voce und Dr. Alexis Ioannidis

Der Code der Natur

Der GC Aesthetic Key oder die Frage danach wird nun nach Oesterreich weitergegeben. Stefan M. Roozen übernimmt das Rednerpult und referiert über Keramik im digitalen Zeitalter. Roozen der von seinem Zuhause aus die Alpen im Blick hat, ist fasziniert von der Natur. Dabei versucht er deren Code zu entschlüsseln und in seiner Arbeit zu koopieren.

In der Heimat Oesterreich ist monolithisch das angesagte Thema. Auch für Frontzähne. Deshalb ist die Morphologie umso wichtiger. Dann Glasur darauf und fertig. Oft reiche das schon. Aber es gibt natürlich auch die anspruchsvollen Fälle, gibt der Zahntechniker zu.

Roozen zeigt in Zürich ein non-präp additional Veneer auf einem Zapfenzahn. Bevor er mit der Schichtung anfängt beschäftigen ihn folgende Fragen: was hat der Stumpf für eine Farbe? Wieviel Schichtdicke stehen zur Verfügung? Auch macht sich der Techniker die digitale Technologie zunutze und misst mit einem Farbmessgeraät die genaue Farbe. Interessant wie Roozen zeigt, dass sich das menschliche Auge täuschen kann. Das digitale Messgerät erkennt im cervikalen Bereich rosa Pigmente die das natürliche Auge nur als Dentinfarben erfasst.

Durch moderne Behandlungsmöglichkeiten, beste Befestigunsmaterialien und den heutigen vollkeramischen Möglichkeiten ist biomimetisch eine perfekte Rehabilitation des Zahnes möglich

ZT Stefan Roozen über den GC Aesthetic Key

Rohbrand Einprobe Veneer

Das Lisi Press Lithium Disilikat Veneer wird nach dem Rohbrand bereits einprobiert. So erkennt Roozen den genauen Farbverlauf und kann Value und Chroma im Labor mit den richtigen Massen respektive Lustre Stains perfektionieren.

gc aesthetic key minimalinvasiv präpariert für veneer von stefan roozen
Veneer Stefan M.Roozen

Durch die gute Stabilität der GC Lisi Presskeramik kann unkompliziert ein sicheres Ergebnisse erziehlt werden

Stefan M. Roozen
non prep veneer mit lisi auf zahn 12
Veneer in Situ, Stefan M. Roozen

Der letzte Referent, ZT Bertrand Thiévent, wird von Moderator PD Dr. Daniel S. Thoma mit einer persönlichen Geschichte vorgestellt. Und zwar erzählt Thoma den über Hundert Gästen, wie er als junger Assistenz Zahnarzt die Arbeiten vom Thiévent bewundert habe. Aber es blieb bei der Bewunderung, da es den Oberärzten vorbehalten war, mit Thiévent zu arbeiten. Deshalb freut es ihn nun umso mehr, so Thoma, dass er heute diese Ansage machen kann.

Oberfläche und Textur

Betrand Thiévent zeigt in seinem Vortrag am GC Aesthetic Key Zähne. Natürliche Zähne. Die gar nicht immer so perfekt aber trotzdem wunderschön sind. Er zeigt das Spiel der Natur, die Wachstumsrillen der jungen und die abgenutzten Flächen der älteren Menschen. Zeigt wo die Zahnbürste schabte oder wo beim einten Einer eine kleine Ecke fehlt. Demonstriert, das die Längen bei natürlichen Zähnen nicht immer gleich sind. Man müsse davon wegkommen immer die Symmetrie zu reproduzieren. Das sei der Fluch der Digitalisierung und der Algorithmen. Die Harmonie und nicht die Symmetrie sei der Schlüssel zur Natürlichkeit, eben der Aesthetic Key.

an natürlichen Zähnen kann man sehen dass die Natur nicht symmetrisch ist
Natürliche Zähne

Thiévent rät jungen Technikern mit einem klaren Plan die Arbeit zu beginnen und somit systematisch vorzugehen.

Die Symbiose von Material, Schichtung, Lichtdynamik, Morphologie und Textur ist anspruchsvoll

Bertrand Thiévent

Schon deshalb ist es sinnvoll, sich zu überlegen, wo welche Lichtleiste und Reflexionszone ist und diese einzuzeichnen, anstatt einfach drauflos zu schleifen. Man soll die Zahnformen beibehalten und nicht die DNA ändern.

Der der den Zahn macht, sieht ihn nicht, und der der ihn sieht macht ihn nicht.

Betrand Thiévent

Einproben im Labor?

Thievent spricht damit die Zukunft an, in der es den Labors nicht mehr erlaubt sein soll, Einproben zu machen. Dabei sind genau diese Einproben auch ein Schlüssel zum ästhetischen Erfolg.

11 Creation Zirkonkrone Thiévent

Auch zum monolithischen Trend äussert sich Oraldesign Member Thiévent kritisch. Aesthetisch anspruchsvoll geht einfach nicht angemalt, sagt er.

Hierzu erzählt er, wie er als junger Techniker von seinem Mentor Willi Geller nach Japan geschickt wird. Dort waren Zwischenmalbrände, eingefärbte Fissuren, aufgemalte Charakterisierungen und Schmelzrisse gross im Trend. Thiévent. Zurück in der Schweiz zeigt seine Arbeiten stolz Willi Geller. Dieser meint- Malfarben? Das sind doch Metalloxide. Das blockiert das Licht. Sowas kannst Du vergessen!

Willi Geller sitzt während Thiévents Vortrag im Publikum und muss schmunzeln, als er diese Geschichte hört. Sie ist zwar alt, aber im monolithischen Zeitalter, wo gemalt statt geschichtet wird, aktueller denn je.

ZT Thiévent in Japan

Willi geller unterhält sich mit referenten am gc aesthetic key
Kursbesucher, Zahntechnik Legende Willi Geller (rechts) unterhält sich mit den Referenten
zentralvorstand zahntechnischer verband  VZLS Renzo Trachsler mit Zahntechniker Robert Arvai und Mitarbeiter
Kursbesucher, Zentralvorstand VZLS Renzo Trachsler (links) mit ZT Robert Arvai Mitte) und seinen Teamkollegen
GC aesthetic key apero
Reger Austausch am Apero von GC und Curaden nach dem Anlass

Presse

Dieser Artikel erscheint in der Februar Ausgabe der Zahnzeitung Schweiz ZZS 02/20

http://www.gciag.com

http://labor-gredig.ch/kontakt-so-erreichen-sie-uns/

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